Sie sind mir zu sehr am Werk, meine inneren Kritiker. Und eine Altersgruppe meldet sich seit einigen Tagen vermehrt zu Wort: Das Kind. Überwiegend fühlt es sich klein, unwichtig, hilf- und wertlos. Weil meine Arbeitswoche recht anstrengend war, reicht die Energie nicht so ganz aus, um diesem altersmäßig kleinen Anteil gerecht zu werden, ihn mit aller Aufmerksamkeit zu umsorgen, zu beruhigen und zu trösten. Ein Kampf zwischen David und Goliath, wobei David Goliath und Goliath David ist. Ich merke, wie die Ambivalenz, meine Zwiespalte tagtäglich mehr und mehr auseinander klaffen.

Mit Tränen in den Augen lief ich vorhin durch  meine Wohnung und versuchte, mich selbst zu beruhigen und dem Kind zu sagen, dass das Alles, was es da denkt, nicht stimmt. Leider fühlt sich das, was es derzeit gedanklich wieder fabriziert, richtig an. Mein Verstand weiß gerade auch nicht weiter. Die Signale stehen wieder auf Rückzug.