Mitten in der Nacht wache ich auf, weil zwei Dinge gleichzeitig stattfinden: Zum einen muss ich zur Toilette, zum anderen mich aus einem dieser unterirdisch chaotischen Träume holen. Nach einer kurzen Unterbrechung des Schlafs lege ich mich wieder hin und sage laut: „Was war das für ein abgefuckter Scheiß.“ Es ist also wieder ein mal Zeit für eine Phase durchgeknallter Nachtreisen. Einerseits zeigen sie mir meine Sehnsüchte, andererseits auch meine tiefsten Ängste, die mich stets begleiten.

Wenn ich dann wirklich aufstehe, wenn mich am darauffolgenden Morgen der Wecker aus den Abenteuern entlässt, beginnen die inneren Kritiker kurz vor dem Kaffee mit ihren Phrasen. Morgens melden sich häufig die jüngeren Mitglieder des bunten Reigens. Lauter kleine Kinder wollen beachtet, ernst genommen und gehört werden, ein Kindergarten. Ich nenne sie mittlerweile Terrorkrümel. Klein, nervig, laut, unbequem, und doch irgendwie sympathisch, weil sie hin und wieder an trüben Tagen Freude bereiten können, wenn sie sich über Kleinigkeiten freuen.